Albert Danzas, Schriftsteller

Albert Danzas

Internetspezialist

Wenn du die Welt schon nicht verbessern willst, dann verursache wenigstens keinen Schaden.

Thema der Woche: Das Web 2.0 und "Was ist Web 3.0?"

Was ist Web 2.0?

Während das Web 1.0 (also die Internetangebote der Vergangenheit und der Gegenwart) vor allem statische Informationen zum Abholen bereitgestellt hat, bietet das Web 2.0 für den User, aber vor allem für die dotcom Branche deutlich mehr. 

Im Web 1.0 war es noch üblich war, dass eine Firma oder eine Person Informationen (Content) ins Netz gestellt hat, die anderen Personen oder Firmen finden und abrufen konnten. Die Internetsurfer konnten das Angebot aber weder bestimmen, verändern noch an der Entwicklung aktiv teilhaben.

Im Web 2.0 haben die User wesentlich mehr Einfluß. Sie füttern die Web 2.0 Anwendungen mit Informationen (Content), bestimmen durch Ihre Eingaben ggfls. die Richtung die ein Webprojekt geht und können im besten Fall sogar die Art und Weise wie die Informationen zur Verfügung gestellt werden bestimmen.

Beispiele:

Chats und Foren waren im Prinzip schon immer Web 2.0 Anwendungen. Während der Anbieter dieser System vor allem einen Rahmen geboten hat (eine Domain, eine Website, eine Datenbank, ein Chat- und Forensystem, ein Design, eine Motto), waren die User für den Inhalt verantwortlich. User sprechen mit Usern, User helfen Usern.

Die Idee der Community entwickelte weiter sich zu sozial networks (zB. Xing, jeder User legt in seinem Profil fest was er veröffentlichen möchte, wer es sehen darf und wie es aussieht. Er erlangt eine (scheinbare) Autonomy, ein Selbstbestimmungsrecht. Projekte wie YouTube machen deutlich, wie wenig ein Anbieter noch an Content bieten muß, damit ein Projekt zu einem weltweiten Erfolg wird.

Währen im Web 1.0 die Verweise (Links) innerhalb der Homepage in der Regel statisch und vom Entwickler der Homepage bestimmt war, kann der User im Web 2.0 mehr Kontrolle übernehmen. Entweder er hat direkt die Möglichkeit sich seine Link selbst anzuordnen oder aber die Allgemeinheit übernimmt die Reihenfolge der Links durch Ihre Klicks. So werden die häufig abgerufenen Verweise entweder größer dargestellt oder an besserer Stelle platziert. Das Web 2.0 zeichnet sich also dadurch aus, dass nicht nur der Content dynamisch von User bestimmt und erstellt wird, sondern auch die usability. Die Krönung des Web 2.0 design ist schließlich, dass die Mehrheit der User durch ihr Surfverhalten und Ihren Geschmack bestimmt, wie ein Webprojekt aussieht und wie man sich dort zurecht findet. Power to the People.

Was wird 3.0?

Web 3.0 geht einen gehörigen Schritt weiter. Hier geht der Internetsurfer nicht zu einem Angebot, dass er sucht. Sondern der Surfer wird wieder zum Kunden. Er sagt was er möchte und das Angebot kommt zu ihm. Leicht vorzustellen ist dies mit einem umgekehrten eBay. Nicht der Verkäufer stellt ein Angebot bei eBay ins Netz, sondern der Kunde stellt auf seine "Web 3.0 Basis" ein, was er gerne haben möchte. Hier obliegt es jetzt dem Verkäufer, die Anfrage zu finden und ein Angebot zu unterbreiten. Dabei kann der Kunde festlegen, was er in welcher Form zu welchem Zeitpunkt zu welchem Preis Angeboten haben möchte. Dies muss also nicht nur ein typischer eBay Artikel sein. Er kann z.B. auch mitteilen, dass sein Handyvertrag in 11 Monaten ausläuft und er einen neuen Vertrag zu folgenden Konditionen und nicht vom folgenden Anbieter angeboten bekommen haben möchte. Oder er legt fest, dass er jedes Frühjahr Angebote für eine Urlaubsreise nach Mallorca in ein 5 Sterne Hotel haben möchte, dass maximal 999 Euro pro Woche für 3 Personen inkl. Flug kostet.

Für den User / Kunden bietet sich hier der Vorteil, dass er sich weder auf Suche begeben muss, noch muss er sich mit dem Design von X-Shops auseinandersetzen oder gar die unterschiedlichen Zahlungsmethoden und AGBs akzeptieren. Er, der Kunde legt vorher alles fest und die Firmen unterbreitem ihm ein Angebot. Das ist Web 3.0.

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