Albert Danzas, Schriftsteller

Albert Danzas

Konsumkritiker

Wenn du die Welt schon nicht verbessern willst, dann verursache wenigstens keinen Schaden.

Thema: Konsumkritik

Konsumkritik ist einfach. Mit dem Finger auf Andere zeigen, den Spaßverderber spielen oder einfach nur eine Meinung haben, die gerade IN ist. Die "Anderen" können aber fast immer gleich den Spieß umdrehen. Welcher Konsumkritiker lebt schon in einer Höhle, verbraucht nichts und verursacht keinen Schaden? Nun, wenn es denn einen gibt, dann dürfen wir ihn nicht kennen. Spätestens wenn er anfängt über sein handeln zu schreiben, irgendwo hinzureisen um darüber zu berichten oder selbst wenn er nur da hockt und Schwärme von Reporter in Autos zu ihm reisen um dann durch den Wald zu stampfen um ihn zu besuchen und seine Lehren zu verbreiten.... sie wissen worauf ich hinaus will.

Konsumkritik kann immer nur ein "besser als" sein. Besser weniger verbrauchen als viel. Besser Bio als "Industriefutter", besser Fahrrad als Auto, besser nur alle 5 Jahre ein neues Handy als alle 6 Monate. Spätestens beim Vergleich mit jedem armen Volk werden wir sehen, dass unsere Selbsteinschränkung immer noch ein Vielfaches an Konsum verursacht als nötig wäre. Kann, darf, soll man trotzdem kritisieren? Mann kann, darf und muss. Zumindest hat man die Verantwortung seine Mitmenschen zu informieren, Ihnen zu helfen Zusammenhänge zu verstehen, damit es nicht irgendwann kollektiv heißt: Wir haben das ja alles nicht gewusst.

Und dann? Vorbild sein? Wie weit muss man gehen um noch Vorbild zu sein, ohne dabei die Masse der Menschen abzuschrecken? Wann ist der Punkt erreicht, wo die Menschen nicht mehr gebannt zuhören, sondern sich von dem "Spinner" abwenden und fleißig weiter konsumieren. Vielleicht sogar von diesem Zeitpunkt jeden Schritt in den Konsumverzicht als Gefahr der Zivilisation ansehen. Wir erinnern uns, jeden Wunsch der Atomgegner die Atomkraftwerke abzuschalten antwortet die Atomlobby mit "dann müssen wir wieder in Höhlen leben". Und schnell kommt dann das Bild des verschmutzen, in einem Erdloch lebenden Konsumkritiker in den Kopf. Und schon wendet man sich ab.

Es ist also eine schwierige Gratwanderung. Um ein Vorbild zu sein oder anderen Ratschläge zu erteilen braucht man vor allen erst einmal Selbstbewusstsein. "Ja, es gibt keine echte Lösung. Ja, es geht noch besser! Ja auch ein 3-Liter Auto verpestet die Umwelt. Aber ein 6 Liter Auto verpestet die Umwelt doppelt so stark, der Stromverbrauch ist immer unnötig hoch und man konsumiert zuviel." Und wenn sich man sich die Vorwürfe gegenseitig an den Kopf geworfen hat und die Polemik verebbt, kann man endlich zu den Fakten kommen.

Die Art und Weise wie der durchschnittliche Bürger in Deutschland konsumiert schadet dem durchschnittlichen Bürger. Es schadet mir, meinen Freunden, meinen Kindern und Dir, deinen Freunden und deinen Kindern. Und: es ist völlig unnötig.

Auf diesen Websites werde ich Argumente und Hinweise liefern, ich werde Themen anschneiden oder  ausführlich beschreiben. Ich erhebe nicht den Anspruch, alle Themen wissenschaftlich fundiert zu erklären. Es geht viel mehr darum, diese Sachfragen so aufzubereiten, dass eine breite Leserschaft folgen kann. Aber auch wenn Spezialthemen nicht wissenschaftlich ausgeführt werden: Die Zusammenhänge unserer Taten und die daraus entstehenden Folgen sind in der Regel jedoch so komplex, dass man schon in Ruhe ein Themenbereich in seiner ganzen Größe folgen muss um sich am Ende ein zusammenhängendes Bild  verschaffen zu können.

Hier ein Beispiel:

Sie spazieren an einem Sonntag durch den Park, kommen an einem Kiosk vorbei, kaufen spontan eine Autozeitschrift die sich mit dem Thema Autotuning beschäftigt. Sie selbst sind eigentlich kein Autonarr, aber das Bild auf der Titelseite zeigt einen schönen aufgemotzten Oldie, den Sie in Ihrer Jugend selbst mal gefahren haben. Sie denken sich nicht böses dabei, setzen sich auf die Parkbank und genießen die frische Luft während Sie durch die Seiten stöbern und in Erinnerungen schwelgen...

Was durch Ihre Entscheidung die Zeitung zu kaufen passieren kann, werde ich nun detailreich ausführen. Grundsätzlich gilt: Einer allein ist (fast) nie verantwortlich für das Unglück der Menschheit. Aber jeder allein kann zu diesem Unglück beitragen:

Der Kioskbesitzer hat soeben das letzte Exemplar der Tuningzeitschrift an Sie verkauft. Kaum hatte er es etwas besser platziert, geht die Zeitschrift weg wie warme Semmeln. Und die nächste Lieferung kann er erst wieder Mittwoch abrufen. Beim nächsten Einkauf wird er gleich 10 statt 5 Exemplare ordern....

Im Zeitschriftenverlag gehen vom Zeitschriftengroßhandel die Vorbestellungen für die nächste Ausgabe ein. Wieder eine Steigerung von 10%. Das Geschäft brummt. Man braucht mehr Redakteure die gleichzeitig Autonarren sind und sich mit dem Geschäft auskennen, mehr Anzeigenverkäufer die mehr Tuning Hersteller davon überzeugen erfolgreich in der Zeitschrift zu inserieren und man braucht mehr Bildmaterial, mehr Tuning Freaks und Autonarren die Ihre Kisten tunen, fotografieren. Da das Geld kostet zahlt man ihnen mehr Geld für Ihre Fotos... ein Anreiz die Kiste zu pimpen.

In der Tuning Werkstatt im Allgäu kommt die nächste Chipbestellung rein. Die Anzeige in der Tuning Zeitschrift hat sich gelohnt. Der Besitzer macht mächtig Druck bei deinem Meister: ranklotzen! Wir brauchen mehr Material. Zufrieden steigt der Inhaber in seinen getunten Porsche. Der Meister hat die faxen Dicke. Er steigt in seinen getunten BMW und macht sich auf in die Stadt um ein Gewerbe anzumelden. Wenn das Geschäft so brummt, dann kann er sich auf Selbständig machen und die Kohle einsacken. Er ist sowieso der Meinung, man sollte viel extremere Chipsätze in die Autos einbauen. Eine weitere Tuningwerkstatt macht auf, mit noch mehr Futter für die Tuninggemeinde. Und wenn der Bedarf an Tuningzubehör nicht groß genug für 2 Werkstätten ist, dann muss der Bedarf halt geweckt werden. Der Meister, der nun Inhaber ist startet Racing Veranstaltungen, Szenetreffs, platziert ein paar getunte Autos an viel befahrener Stelle usw. Das Geschäft wird angekurbelt, der Bedarf geschaffen, die Autos getunt.

So kann es gehen. Durch den Kauf EINER Tuningzeitschrift haben Sie mehrere 100 Autos zu wahren Spritfressern verwandelt.

Unrealistisch, Unwahr, Unglaublich? Nein, Provokant, aber durchaus möglich. Werden Sie zum Konsumverweigerer!

bevorzugte Themen:
Konsumkritiker, Web 2.0 & Web 3.0, Umwelt, Umweltverschmutzung, Naturschutz & erneuerbare Energien, Weltfrieden, Religion, Machbarkeitsstudien, Politik & Politiker, Schattenpolitik, Lobbyismus & Lobbying, Menschheit, Philosophie, Sprüche & Zitate, Macht der Medien, Täter & Opfer, Vereinfachung, Kapitalismus, Globalisierung, Bielefeld & die Bielefeldverschwörung.

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